Lizenz-Governance im Konzernumfeld: Ein 5- bis 6-stelliger Kostenhebel, der oft übersehen wird
Bei Konzernmandaten sehen wir immer wieder dasselbe Muster:
Jährlich werden 5- bis 6-stellige Beträge für Lizenzen aufgewendet — für Benutzerkonten von Personen, die das Unternehmen längst verlassen haben. Hinzu kommen technische Accounts und Sammelnutzer, die in keinem zentralen Inventar geführt werden.
Dieser Zustand ist nie beabsichtigt. Er entsteht über Jahre hinweg — als Folge dezentraler User-Pflege in Organisationen mit hoher Personalfluktuation und verteilten Verantwortlichkeiten.
Die Diagnose ist in den meisten Fällen identisch: kein technisches Problem, sondern ein Governance- und Prozess-Problem. Auf Kundenseite fehlt eine strukturell verantwortliche Rolle, die das User-Inventar konsolidiert und aktuell hält. Lösungsanbieter adressieren diesen Punkt in der Regel nicht aktiv — ihr Geschäftsmodell ist die Bereitstellung von Lizenzen, nicht deren Reduktion.
Die Maßnahme, die in unseren Mandaten zuverlässig wirkt: eine systematische Analyse des aktiven Nutzerbestands, eine strukturierte Deaktivierungs-Strategie für Karteileichen, technische Accounts und obsolete Sammelnutzer sowie die Einführung eines wiederkehrenden Review-Zyklus zur nachhaltigen Steuerung des Lizenz-Tiers.
Ergebnis in der Regel: dauerhafte jährliche Einsparung im 5- bis 6-stelligen Bereich.

Die Lehre: Lizenz-Optimierung ist kein einmaliges Projekt, sondern eine Governance-Disziplin. Ohne systematische fachliche Analyse bleibt sie in der Regel intransparent — und markiert damit einen konkreten Hebel, bei dem eine unabhängige Beratungsebene auf Kundenseite Einsparpotentiale identifizieren und realisieren kann, die sonst oft unentdeckt bleiben.
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